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Ordentliche Mitgliederversammlung 2018 beim Deggendorfer Ruderverein mit Neuwahlen

Ordentliche Mitgliederversammlung 2018 beim Deggendorfer Ruderverein mit Neuwahlen

Der Deggendorfer Ruderverein von 1876 hat am 5. März seine Mitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2018 geladen. Der 1. Vorsitzende Karl Hauser – so will es der Brauch – gab zu Beginn einen Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Hervorgehoben hat er dabei die Öffentlichkeitsarbeit, die immer auch der Nachwuchswerbung dient:

- Intensiv angelegte Aktionstage sollten den Studierenden der THD den Rudersport schmackhaft machen

- Die traditionsreiche Beziehung zum Comenius Gymnasium wurde quasi wiederbelebt. An die 100 Schülerinnen und Schüler haben im Ruderhaus und in den Booten ‘reingeschnuppert. Das Comenius-Projekt wird weiterverfolgt.

- Auch 2017 war der Tag der offenen Tür sehr gut besucht. So dass sich wieder zahlreiche Gäste spontan für die Einführungskurse einschrieben. Etwa 40 – 60 Kursteilnehmer entscheiden sich pro Saison, das Rudern zu erlernen.

- Zuletzt 2016 hat der Ruderverein zum Drachenbootrennen aufgerufen. Heuer wird es dann zum vierten Mal stattfinden. Das Drachenbootrennen gilt längst als ein Höhepunkt des Deggendorfer Sommers, eine bessere Außendarstellung kann sich der Verein gar nicht wünschen. Die Kehrseite: Organisation und Durchführung der Riesengaudi beanspruchen die ehrenamtlich Aktiven mordsmäßig, der Bär tobt da sozusagen gewaltig.

- Bei der Wintersonnwendfeier auf dem Vereinsgelände, das auch seit 3 Jahren stattfindet ,war der Aufwand geringer, obwohl Plätzerl und Kuchen, Tee und Glühwein, Feuerholz und Perchten auch nicht auf Knopfdruck bereit stehen. Die Verkaufserlöse kommen der Jugend zugute.

- Im November hat der Ruderverein Neuland betreten: Nach mannigfaltigen Vorermittlungen und Absprachen ist zusammen mit den Athleten von “Ski&Bike” und dem “Laufverein” erstmalig ein “Rudertriathlon” an und auf der Donau veranstaltet worden. Der Spaß an der Freud’ war trotz kleinerer Mängel bei allen beteiligten Damen und Herren groß. Beim nächsten Mal wird er sicher noch größer und das Wetter garantiert besser.

Auch in puncto Rudersport, dem eigentlichen Vereinszweck, hat der 1. Vorsitzende Karl Hauser ein erfolgreiches Resumée gezogen, das er als ein summa summarum harmonisches Jahr bezeichnet hat:

- Der Winter auf den Ruderergometern im Ruderhaus ist noch nicht ganz vorbei, an mindestens fünf Tagen in der Woche war auch in dieser Saison unter aufpeitschender Musik und hartgesottenen Übungsleitern Gelegenheit, die verharmlosend “Team Rowing” genannte Trainings-Schinderei zu genießen. Sogar die Vereinsregatta ist heuer als Indoor-Event an den Ergometern ausgetragen worden.

- An die Wanderruderfahrten nach Schärding und auf der Naab bei Regensburg wurde erinnert und an die insgesamt 27.063 Km Trainingskilometer auf der Donau, die allesamt unfallfrei verliefen.

Dass sich ein g’scheider Ruderverein auch an Regatten beteiligt, versteht sich von selbst. Die Resultate fallen leider nicht immer wunschgemäß aus. Dass aber die Senioren im 5er bei der Bayerischen Meisterschaft in Schweinfurt zuerst weit in Führung liegend wegen eines klitzkleinen Fehlers am Ende “nur” Vizemeister wurden, war nun mal Pech.

Die jungen Leistungssportler und Sportlerinnen haben viele Siege in verschiedenen Bootsklassen bei Regatten und Meisterschaften erringen können. Besonders zu erwähnen sind hier Lukas Kern und Franziska Artinger. Für die kommende Saison sind die Ziele ähnlich hoch gesteckt.

Danach hat Otto Steininger, der Finanzvorstand, sein Zahlenwerk ausgebreitet. Erstens ist der Otto vom Fach und zweitens wird sein Werk stets von zwei “Bilanzprüferinnen” begutachtet, die fachlich ebenfalls versiert sind. Ohne ins Detail zu gehen: Für den Finanzvorstand des Rudervereins mit seinem großen Haus, mit der verpachteten Gaststätte, mit seinem enormen Bootsmaterial, dem neuen Steg, den vielen Anschaffungswünschen etc. ist jede Etatplanung stets eine Herausforderung..

Nach den einzelnen Berichten und der Entlastung des Vorstandes wurde dann die neue Vorstandschaft gewählt.

Otto Steininger wurde für weitere 2 Jahre einstimmig in das Amt des Vorstandes Finanzen gewählt .

Ebenfalls ohne Gegenstimme wiedergewählt wurden der 1. Vorsitzende Karl Hauser und der Vorstand Haus und Grundstück Franz Kron.

Die Vorstände Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Sport und Jugendarbeitwurden neu gewählt, da Robert Feldmeier und Mark Bauer-Oprée aufgrund steigender beruflicher Belastung dem Verein nicht mehr so wie bisher zur Verfügung stehen können. Neuer Vorstand Verwaltung ist Philipp Kümmelschuh.

Für den Sport zuständig ist jetzt Ann-Katrin Matt, die aus dem Leistungsport kommt und, wie Karl Hauser hofft, doch langfristig dieses Amt bekleiden wird.

Eine längere, aber notwendige Debatte gab es über die Besetzung und die Aufgaben des Bootswarts: Wartung und Reparatur der 46 Vereinsboote liegen mehr oder minder im Argen. Zwei Vereinsmitglieder, beide erfahrene Handwerker, wären bereit, sich den Posten Bootswart zu teilen. Herbert Rippaus und Rudolf Dick stellten aber die Bedingung, ein angemessenes Budget für die Instandsetzung der Boote zu erhalten, was von der neuen Vorstandschaft auch eingeräumt wurde.

Die Versammlung beschlossen hat der 1.Vorsitzende Karl Hauser dann mit einer Ermahnung: Es sei zwar erfreulich, dass sich von den 170 Vereinsmitgliedern immerhin rund 80 aktiv am Sport beteiligen, aber alle Mitglieder sind aufgerufen, aktiv mit zu arbeiten, um die Aufgaben der kommenden Saison zu meistern “Der Verein besteht nicht aus dem Vorstand allein”

Bildunterschrift: Die neue Vorstandschaft des Deggendorfer Rudervereins von links nach rechts: Otto Steininger, Franz Knon, Karl Hauser, Ann-Katrin Matt. Es fehlt Philipp Kümmelschuh.