Sonnwend DZ

Ruderverein läutet Sonnwend ein

aus Deggendorfer Zeitung vom 19.12.2017

Bildunterschrift: Das Sonnwendfeuer des Rudervereins auf der Wiese vor dem Ruderhaus lockte zahlreiche Besucher ans Donauufer, die sich bei Plätzchen und Punsch am Lagerfeuer wärmten. − Foto: Killinger

Sonnwendfeuer am Donauufer war gut besucht

Deggendorf. Als Symbol für die Wiedergeburt des Lichts entzündete der Ruderverein auf der Wiese vor dem Ruderhaus das mittlerweile dritte Wintersonnwendfeuer in Folge.

Für das richtige Ambiente sorgten auf dem Vereinsgelände zahlreich aufgestellte Feuertonnen, die ebenso zum Wärmen lockten, wie der angebotene Glühwein und Punsch. Die jungen Mitglieder und ihre Mamas hatten außerdem einen Vielfalt an Plätzchentüten befüllt, die an einem Kuchenbuffet im Freien angeboten wurden. Der Erlös aus dem Verkauf des Gebäcks ging auch in diesem Jahr zu 100 Prozent an die Ruderjugend.

Bei nasskalten Temperaturen scharten sich viele Besucher um das wärmende Feuer, das die Kinder entzünden durften. Damit griff das Team des Rudervereins mit Vereinsvorsitzendem Karl Hauser bereits fünf Tage vor der eigentlichen Thomasnacht, der längsten Nacht des Jahres, den heidnischen Brauch auf, die Wiedergeburt des Lichts zu feiern.

Da die Thomasnacht auch den Beginn der zwölf Rauhnächte darstellt, gesellte sich kurz nach Entzünden des Holzstoßes die Passauer Krampusschmiede zu den Gästen. Glocken- und Schellengeläut kündigte die rauen Gesellen an, die sich mit ihren schaurigen Masken versucht sahen, die bösen Geister am Donauufer zu vertreiben.

Da musste sich auch der ein oder andere Gast in Acht nehmen, war die mitgebrachte Gerte doch oftmals schnell gezückt, um Unartige zu entlarven.− pk