Ein tolles Fest und jede Menge Gaudi

aus: Deggendorfer Zeitung vom 09.07.2018

Die Donauroas war gestern bei strahlender Sonne gut besucht – Lustiges Drachenboot- und Entenrennen

Katrin Schreiber

Deggendorf. Was für ein Fest! Die Sonne strahlte vom blau-weißen Himmel, Fisch, Weißbier, Kaffee und Kuchen schmeckten am Donauufer doppelt gut, der Kreisjugendring musste in seinem Kinderland hüpfburgtechnisch noch aufrüsten und auch die Laune der Erwachsenen war so richtig gut. Die diesjährige Schirmherrin der Donauroas, Michaela Sibler, hatte also schonmal alles richtig gemacht. „Der Sonntagnachmittag in Deggendorf ist lustig wie lange nicht“, alberte auch Moderator Florian Mittermeier, der die Donauroas gestern am Mikro begleitete – und die lockeren Sprüche des DZ-Redakteurs trugen zusätzlich zur großen Gaudi bei. Geschickt ließ er auch Produktplatzierungen einfließen – etwa für die kulinarischen Angebote von Fisch Wagner und der Wolferstetter Brauerei, für die Veranstaltungstechnik von Clemens Jocham, aber auch für die Wasserwacht, die das Drachenbootrennen im Namen des Rudervereins absicherte, oder die Feuerwehr, die das anschließende Entenrennen der Lions mit ihren Ölabscheidern möglich machte.

Im spannenden Finale des Drachenbootrennens siegte die eher unmusikalische Haslbeck Blosn mit Bade-„Leserhosen“ und alten Instrumenten bestückt gegen die Duck Tales, eine bunt gemischte Studententruppe. Den dritten Platz holte sich das Team Semperit vor Ruderzucker von Südzucker. Insgesamt 323 erschöpfte Drachenboot-Paddler und Trommler aus 19 Teams konnten am Abend im Festzelt beim Ruderhaus auf einen gelungenen Renn-Tag anstoßen. Mächtig ins Zeug gelegt haben sie sich alle – denn anstrengend ist es schon, die 300 Meter lange Strecke mehrfach hinauf- und dann als Rennlauf wieder hinunterzupaddeln. Und das in Kostümen – als Minions, als Drachen, als „17 Flaschen in einem Boot“, als Panzerknacker oder karibische Piraten traten die Teams aus Firmen, Schulen und Vereinen an. Mit dabei waren unter anderen auch Stadtrat Christian Heilmann im Baströckchen im Boot der Aloys-Fischer-Schule, MdB Rita Hagl-Kehl und Kollege Florian Pronold im SPD-Boot, Kultusminister Bernd Sibler mit Stadtrat und KJR-Geschäftsführer Martin Hohenberger sowie Stadtrat Alexander Fürter bei den Lions – und eine Reihe weiterer bekannter Gesichter.

Einige Teams traten heuer zum ersten Mal an, dennoch sind 19 Mannschaften eine Handvoll weniger als die letzten Male – zum Beispiel die mehrfachen Kostüm- und Rennsieger von der Bahnhof-Apotheke (die bei der Siegerehrung den Kostümpreis an die Gru Crew überreichten), die CSU oder die Stadtverwaltung suchte man gestern vergebens. Auch der Ruderverein selbst musste diesmal passen – die Mitglieder hatten mit dem Fest und dem Rennen ohnehin alle Hände voll zu tun. Vorsitzender Karl Hauser sieht die größte Herausforderung in der Mannschaftsstärke von 16 Paddlern plus einem Trommler pro Boot – da wolle man beim nächsten Mal nachjustieren. Kleinere Mannschaften kann man besser zusammenbekommen.

Alle zwei Jahre treten die vom Ruderverein organisierten Drachenboote und die Enten im Namen der Lions bei der Donauroas an – heuer zum vierten Mal. Dabei hatte das Team um die Organisatoren Franz Knon und Karl Hauser erstmals versucht, auch den Samstag als Strandparty-Tag einzubinden. Nachdem die Paddler ihre Trainingsläufe absolviert hatten, lud das Festzelt auf der Rudervereins-Wiese mit den jungen Musikern der Musikschule Bienek, den Donaudamen und einer Bauchtanz-Aufführung ein, die bei bei den Zuschauern super ankamen. Zumindest bei denen, die da waren – denn voll war das Zelt am Samstagabend nicht. Die meisten hatten den Besuch der Donauroas wohl für den Sonntag eingeplant. Auch diese Erfahrung nehmen die Organisatoren fürs nächste Mal mit.

Quietscheenten dagegen „hätten wir noch tausende mehr verkaufen können“, stellte Franz Knon fest. Dabei waren heuer ohnehin schon 6500 Enten und damit noch 500 mehr als bisher im Rennen. Der Verkauf spült viel Geld für den guten Zweck in die Kasse des Lions-Hilfswerks unter Vorsitzendem Hans Würf. Heuer geht der Erlös an den Kreisjugendring für das neue Haus der Jugend im Lunapark Plattling, so der Beschluss von Würf, Lions-Präsident Dr. Wolfgang Schuster und ihren Vorstandsteams.

Schrecksekunde beim Einsammeln der schnellen Schwimmer: Samt Notar, Feuerwehrleuten und Rudervereins-Helfern waren so viele Leute auf dem Steg, dass der aufgab und ins Wasser knickte. Verletzt wurde zum Glück niemand, und die Helfer sammelten knietief in der Donau stehend tapfer weiter die Enten ein. Minister Bernd Sibler kümmerte sich auf der anderen Seite des Stegs um die Rennenten, die aus dem Ölabscheider entwischt waren. Seine Frau, Schirmherrin Michaela Sibler, war ebenfalls mit auf dem trockenen Teil des Stegs – und bekam später Hilfe zwar nicht vom Minister, aber von einem Feuerwehrmann, der sie durchs Wasser ans rettende Ufer trug.

Die Nummer der Siegerenten können so bald wie möglich unter www.entenrennen-deggendorf.de nachgelesen werden.

Deggendorfer Ruderverein erfolgreich bei Regensburger Ruderregatta

Am vergangenen Wochenende machte sich der Deggendorfer RV zusammen mit dem Passauer Ruderverein auf den Weg nach Regensburg zur 21. Regensburger Regatta. Für die beiden Deggendorfer Lukas Kern und Franziska Artinger, die für Passau startete, sollte es ein erfolgreiches Wochenende werden.Unter Betreuung der Trainer Johannes Stadler und Bernd Rose bestritten die beiden Nachwuchsruderer mehrere Rennen im Einer und Doppelzweier.

Den Beginn machte Lukas Kern im Leichtgewicht Junioren Einer B, der das erste Rennen leicht für sich entscheiden konnte. Weiter ging es mit dem ersten Rennen für den Doppelzweier (Franziska Artiger und Amelie Ziegler, Passau) welche es ebenfalls auf den ersten Platz schafften und somit die hiesige Konkurrenz hinter sich ließen. Als nächstes bestritt Franziska ihre beiden Einerrennen, bei denen sie ebenfalls den Sieg holte. Den Abschluss für Samstag machte Lukas in seinem Zweiten Rennen, bei dem er sich einen erbitterten Schlusskampf mit dem Gegner aus Würzburg lieferte, welcher dann doch um eine drittel Sekunde schneller im Ziel war und somit den Deggendorfer auf Rang drei der acht Teilnehmer drängte.

Am Sonntag ging es früh los und zwar mit dem vorletzten Einerrennen von Lukas, welches er mit drei Bootslängen für sich gewinnen konnte. An diesem Tag lag für ihn jedoch der Fokus auf dem zweiten Rennen am Nachmittag, eine Leistungsklasse höher, welches durch starke Regenschauer erschwert worden ist, was ihn aber nicht davon abhielt die dritte Medaille mit nach Hause zu nehmen.

Währenddessen bestritt Franziska ein weiteres Rennen im Junioren Doppelzweier B, welches die Beiden Athletinnen, trotz wenig Vorbereitung leicht gewinnen konnten. Ebenfalls war für Franziska ein drittes Rennen im Einer geplant, welches sie jedoch wegen Schwierigkeiten am Start nicht bestreiten konnte.

Zusammenfassend lässt sich sagen dass man mit einer Gewinnquote von fast 90% doch ganz zufrieden sein kann und gespannt ist, was die Zukunft bringen wird.

Infotag für Ruderinteressierte beim Deggendorfer Ruderverein am 28. April um 14 Uhr

Lust auf einen Sport, der nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Teamgeist und Entspannung vom Alltag verspricht? Rudern ist vom Leistungs- bis zum Breitensport von der Jugend bis ins hohe Alter eine ausgezeichnete Sportart um Körper und Geist zu trainieren. Alle Ruderinteressierten lädt der Deggendorfer Ruderverein von 1876 e.V. am kommenden Samstag, 28. April 2018 um 14.00 Uhr herzlich ein, sich über den Sport, das Ruderhaus sowie über anstehende Ruderkurse zu informieren.
Verschiede Stationen erwarten Ihren Besuch, von der Theorie bis hin zum ersten Wassererlebnis können Sie den Rudersport kennenlernen.
Wie gesund unser Sport ist, erfahren Sie dieses mal direkt von der AOK Deggendorf. Frau Renate Wasmeier gibt Ihnen einen Eindruck  in den Rudersport aus gesundheitlicher Sicht.
Treffpunkt ist vor der Bootshalle des Ruderhauses am Dieter-Görlitz-Platz 14. Die Anfängerkurse finden ab Mai an verschiedenen Wochentagen unter der Anleitung erfahrener Trainer statt. Die Kursdauer beträgt in der Regel sechs Wochen und erfordert noch keine Vereinsmitgliedschaft. Eine Anmeldung dafür kann, unabhängig vom Infotag, entweder persönlich im Vereinsbüro oder per Mail unter Angabe von Name, Telefonnummer und Wunschtermin an buero@deggendorferrv.de erfolgen.

Start in die Rudersaison

aus: Deggendorfer Zeitung vom 27.03.2018 – mil/Foto: Millgramm

In die neue Saison ist am Sonntagvormittag der Deggendorfer Ruderverein gestartet. Zum Anrudern bei strahlendem Sonnenschein konnte Vorsitzender Karl Hauser zahlreiche Aktive des 170 Mitglieder starken Vereins begrüßen.

Fit durch den Winter seien die Sportler vor allem Dank des Teamrowings gekommen, das der Verein anbietet. “Bei einer ersten Aufräumaktion wurde jetzt aus einem großen Sauhaufen schon immerhin mal ein kleiner gemacht”, scherzte er über das Ruderhaus. “Jetzt kann die Rudersaison beginnen.” Und da zeigte er sich erfreut, dass zu diesem Ereignis Dank des guten Wetters auch so viele Gäste gekommen seien.
Richtig los gehe es dann am 28 April um 14 Uhr mit dem Tag der offenen Tür. Zusammen mit der AOK wolle man zeigen, dass Rudern ein sehr gesundheitsfördernder Breitensport sei, den jeder betreiben kann. “Wir wollen zeigen, wie gesund Rudern ist, das kann man bis 90 oder 95 Jahre machen”, erinnerte er an das älteste Vereinsmitglied. “Man muss halt nur irgendwann einmal anfangen.” Dazu haben alle ab 13 Jahren beim Deggendorfer Ruderverein die Möglichkeit. In Ruderkursen mit je vier Personen im Manschaftsboot könne man dann in sieben Stunden die Grundlagen erlernen. “Dann kennt man den Ablauf und ist in der Lage, aktiv zu rudern.” Mehr Informationen gibt es beim Tag der offenen Tür oder jeden Dienstag im Ruderbüro, wo man sich auch direkt anmelden kann.

Am 7. und 8. Juli steht dann das vierte Drachenbootrennen im Rahmen der Deggendorfer Donauroas auf dem Programm.
Hauser fasste sich mit seiner Begrüßung kurz, bevor er sich selber umzog und einen Vierer bestieg: “Wir sind zum Rudern da und das Wetter ist super – ich wünsche uns allen ein gutes Ruderjahr 2018 und das alle Boote heil bleiben”.

Ordentliche Mitgliederversammlung 2018 beim Deggendorfer Ruderverein mit Neuwahlen

Ordentliche Mitgliederversammlung 2018 beim Deggendorfer Ruderverein mit Neuwahlen

Der Deggendorfer Ruderverein von 1876 hat am 5. März seine Mitglieder zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2018 geladen. Der 1. Vorsitzende Karl Hauser – so will es der Brauch – gab zu Beginn einen Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Hervorgehoben hat er dabei die Öffentlichkeitsarbeit, die immer auch der Nachwuchswerbung dient:

- Intensiv angelegte Aktionstage sollten den Studierenden der THD den Rudersport schmackhaft machen

- Die traditionsreiche Beziehung zum Comenius Gymnasium wurde quasi wiederbelebt. An die 100 Schülerinnen und Schüler haben im Ruderhaus und in den Booten ‘reingeschnuppert. Das Comenius-Projekt wird weiterverfolgt.

- Auch 2017 war der Tag der offenen Tür sehr gut besucht. So dass sich wieder zahlreiche Gäste spontan für die Einführungskurse einschrieben. Etwa 40 – 60 Kursteilnehmer entscheiden sich pro Saison, das Rudern zu erlernen.

- Zuletzt 2016 hat der Ruderverein zum Drachenbootrennen aufgerufen. Heuer wird es dann zum vierten Mal stattfinden. Das Drachenbootrennen gilt längst als ein Höhepunkt des Deggendorfer Sommers, eine bessere Außendarstellung kann sich der Verein gar nicht wünschen. Die Kehrseite: Organisation und Durchführung der Riesengaudi beanspruchen die ehrenamtlich Aktiven mordsmäßig, der Bär tobt da sozusagen gewaltig.

- Bei der Wintersonnwendfeier auf dem Vereinsgelände, das auch seit 3 Jahren stattfindet ,war der Aufwand geringer, obwohl Plätzerl und Kuchen, Tee und Glühwein, Feuerholz und Perchten auch nicht auf Knopfdruck bereit stehen. Die Verkaufserlöse kommen der Jugend zugute.

- Im November hat der Ruderverein Neuland betreten: Nach mannigfaltigen Vorermittlungen und Absprachen ist zusammen mit den Athleten von “Ski&Bike” und dem “Laufverein” erstmalig ein “Rudertriathlon” an und auf der Donau veranstaltet worden. Der Spaß an der Freud’ war trotz kleinerer Mängel bei allen beteiligten Damen und Herren groß. Beim nächsten Mal wird er sicher noch größer und das Wetter garantiert besser.

Auch in puncto Rudersport, dem eigentlichen Vereinszweck, hat der 1. Vorsitzende Karl Hauser ein erfolgreiches Resumée gezogen, das er als ein summa summarum harmonisches Jahr bezeichnet hat:

- Der Winter auf den Ruderergometern im Ruderhaus ist noch nicht ganz vorbei, an mindestens fünf Tagen in der Woche war auch in dieser Saison unter aufpeitschender Musik und hartgesottenen Übungsleitern Gelegenheit, die verharmlosend “Team Rowing” genannte Trainings-Schinderei zu genießen. Sogar die Vereinsregatta ist heuer als Indoor-Event an den Ergometern ausgetragen worden.

- An die Wanderruderfahrten nach Schärding und auf der Naab bei Regensburg wurde erinnert und an die insgesamt 27.063 Km Trainingskilometer auf der Donau, die allesamt unfallfrei verliefen.

Dass sich ein g’scheider Ruderverein auch an Regatten beteiligt, versteht sich von selbst. Die Resultate fallen leider nicht immer wunschgemäß aus. Dass aber die Senioren im 5er bei der Bayerischen Meisterschaft in Schweinfurt zuerst weit in Führung liegend wegen eines klitzkleinen Fehlers am Ende “nur” Vizemeister wurden, war nun mal Pech.

Die jungen Leistungssportler und Sportlerinnen haben viele Siege in verschiedenen Bootsklassen bei Regatten und Meisterschaften erringen können. Besonders zu erwähnen sind hier Lukas Kern und Franziska Artinger. Für die kommende Saison sind die Ziele ähnlich hoch gesteckt.

Danach hat Otto Steininger, der Finanzvorstand, sein Zahlenwerk ausgebreitet. Erstens ist der Otto vom Fach und zweitens wird sein Werk stets von zwei “Bilanzprüferinnen” begutachtet, die fachlich ebenfalls versiert sind. Ohne ins Detail zu gehen: Für den Finanzvorstand des Rudervereins mit seinem großen Haus, mit der verpachteten Gaststätte, mit seinem enormen Bootsmaterial, dem neuen Steg, den vielen Anschaffungswünschen etc. ist jede Etatplanung stets eine Herausforderung..

Nach den einzelnen Berichten und der Entlastung des Vorstandes wurde dann die neue Vorstandschaft gewählt.

Otto Steininger wurde für weitere 2 Jahre einstimmig in das Amt des Vorstandes Finanzen gewählt .

Ebenfalls ohne Gegenstimme wiedergewählt wurden der 1. Vorsitzende Karl Hauser und der Vorstand Haus und Grundstück Franz Kron.

Die Vorstände Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Sport und Jugendarbeitwurden neu gewählt, da Robert Feldmeier und Mark Bauer-Oprée aufgrund steigender beruflicher Belastung dem Verein nicht mehr so wie bisher zur Verfügung stehen können. Neuer Vorstand Verwaltung ist Philipp Kümmelschuh.

Für den Sport zuständig ist jetzt Ann-Katrin Matt, die aus dem Leistungsport kommt und, wie Karl Hauser hofft, doch langfristig dieses Amt bekleiden wird.

Eine längere, aber notwendige Debatte gab es über die Besetzung und die Aufgaben des Bootswarts: Wartung und Reparatur der 46 Vereinsboote liegen mehr oder minder im Argen. Zwei Vereinsmitglieder, beide erfahrene Handwerker, wären bereit, sich den Posten Bootswart zu teilen. Herbert Rippaus und Rudolf Dick stellten aber die Bedingung, ein angemessenes Budget für die Instandsetzung der Boote zu erhalten, was von der neuen Vorstandschaft auch eingeräumt wurde.

Die Versammlung beschlossen hat der 1.Vorsitzende Karl Hauser dann mit einer Ermahnung: Es sei zwar erfreulich, dass sich von den 170 Vereinsmitgliedern immerhin rund 80 aktiv am Sport beteiligen, aber alle Mitglieder sind aufgerufen, aktiv mit zu arbeiten, um die Aufgaben der kommenden Saison zu meistern “Der Verein besteht nicht aus dem Vorstand allein”

Bildunterschrift: Die neue Vorstandschaft des Deggendorfer Rudervereins von links nach rechts: Otto Steininger, Franz Knon, Karl Hauser, Ann-Katrin Matt. Es fehlt Philipp Kümmelschuh.

Jahresbericht Wanderrudern 2017

Marianne Altmann, Wanderruderwartin DRV v. 1876 e. V.

Einige Mitglieder des Deggendorfer RV v 1876 e.V. haben 2017 wiederum etliche schöne Vereins und Wanderfahrten unternommen. Dabei wurden insgesamt 997 km gerudert.

Zeitig im Jahr, am 14. April 2017 wollten 10 Personen unseres Vereins auf dem Inn von Passau nach Schärding rudern. Nach gemeinsamer Anreise in Privatpkws erhielten wir vom Passauer RV freundlicherweise zwei Doppelvierer und konnten uns somit den Bootstransport ersparen. Wir ruderten zügig den Inn aufwärts nach Schärding und genossen dabei die herrliche Landschaft am Ufer. Nach der erholsamen Mittagspause am Stadtplatz wurden die Boote wieder eingesetzt. Dabei hatten wir viele interessierte Zuschauer. Mit einem Zwischenhalt in Wernberg zu einer Kaffeejause im österreichischen Wernberg, ging es unfallfrei zurück nach Passau. Es wurden 24 km gerudert.

Für den 25. Mai 17 wurde unser Verein von den Vilshofener Freunden zu deren Vatertagsfahrt von Deggendorf nach Vilshofen eingeladen. Drei Ruderer unseres Vereins schlossen sich dieser schönen Wanderfahrt an, bei der 35 km gerudert wurden. Auch hier konnten wir uns wiederum den Bootstranport ersparen. Das Boot wurde uns von Vilshofen zur Verfügung gestellt. Bei einer Rastpause, Nähe Winzer, wurden wir mit vom Landdienst angelieferten Weißwürsten und Getränken versorgt. Der Rudertag klang am Bootshaus der Vilshofener harmonisch aus. Der Fahrten-Bericht wurde von Rudi Dick erstellt und befindet sich auf unserer Hompage.

Am Bay. Wanderrudertreffen vom 30. Juni bis 02. Juli 17 in Herrsching am Ammersee nahmen wir zu viert als Vertretung unseres Vereines teil. Das vorgesehen Programm konnte aber leider wegen ungünstigem Wetter, d. h. es war kalt, regnerisch und stürmisch, nicht durchgeführt werden. Die Veranstalter gaben sich große Mühe, das Wochenende zu gestalten. So wurden wir z. B. zum Starnberger See transportiert, auf dem dann aber letztlich auch nur 13 km wegen Sturmwarnung gerudert werden konnte.

Am 30. Juli 17 fuhren 10 Ruderer von uns in Privatpkws bei schönstem Wetter nach Regensburg. Dort erhielten wir, wie jedes Jahr, die Boote für die Fahrt auf Donau und Naab nach Pielenhofen. Die Mannschaft setzte sich aus Ruderern vom Deggendorfer RV und dem DRCD zusammen. Das Ziel war das Wehr in Pielenhofen, ein eindrucksvolles Erlebnis! Das Wasser rauscht mit Getöse den Überlauf herunter. Bei der Mittagsrast am Campingplatz in Distelhausen konnten wir unsere Reserven auffrischen und unsere Erfahrungen im Rudern austauschen. Ingesamt wurden 27 km gerudert.

Der 30. September 17 war der Termin für die Wanderruderregatta des DRCD und des Straubinger RC. Der Start war am RC Straubing mit Ziel Deggendorf, daran nahmen wir mit unserem Doppelvierer teil. Es wurden 36 km gerudert. Sehr schönes Herbstwetter machte die Fahrt zum Vergnügen. Nach Anlanden in Deggendorf gab es beim DRCD kulinarische Genüsse und es konnten nachbarschaftliche Beziehungen aufgebaut werden. Dabei wurde eine gemeinsame InnFahrt für den 15. Oktober 17 beschlossen.

Gesagt-getan: am 15. Oktober 17 machten wir, sieben Ruderer, uns gemeinsam auf den Weg nach Passau. Dort wurden uns wiederum Boote für die Gemeinschaftsfahrt Passau-Schärding zur Verfügung gestellt. Begleitet wurden wir von Roland Zellner (PRV). Wieder hatten wir Glück mit dem Wetter und die Neulinge im Boot waren sehr erfreut über die schöne Rudertour. Nach der Mittagspause in Schärding wurde nach Passau zurückgerudert. Insgesamt kamen 27 Ruderkilometer an diesem fröhlichen Rudertag zustande.

Alle Fahrten verliefen harmonisch und unfallfrei und förderten die Gemeinschaft unter uns Ruderern.

Indoor Rowing Kraft? Ausdauer? Rudern!  

Artikel Spiegel-Online vom 3. Januar 2018 (< link)

 Es stärkt viele Muskeln, fördert die Ausdauer, schont die Gelenke: Rudern hat als Sportart viele Vorteile. Mit einem Ergometer lässt sich sogar drinnen trainieren.

Wer sich mit der Kraft seiner Muskeln übers Wasser bewegen will, tat das bereits in der Antike per Ruder. Irgendwann wurde das zum Sport erklärt, der inzwischen auch ganz ohne Wasserfläche betrieben wird: beim Indoor Rowing.

“Rudern ist ein kraftorientierter Ausdauersport”, sagt Sportwissenschaftler Klaus Bös vom Karlsruher Institut für Technologie. “Diese Kombination gibt es sehr selten.” Gerade ein Ruderergometer sei für Anfänger gut geeignet, weil sich die Kräftigungskomponente individuell dosieren lässt. Im Unterschied zum Beispiel zum Radergometer sei das Rudern “ein hervorragendes Ganzkörpertraining”.

Ulrich Kau aus Oestrich-Winkel ist Sportmediziner und seit elf Jahren Verbandsarzt des Deutschen Ruderverbandes. Seiner Erfahrung nach ist Rudern auf dem Ergometer für jeden Fitnessgrad und für jedes Alter eine geeignete Sportart. “Indoor Rowing bewegt alle Muskeln – aber auch nicht alle Muskeln zu extrem”, erklärt er. “Es gibt also, ähnlich wie beim Schwimmen, keine einseitige Belastung.”

Rückenschmerz vorbeugen

Rudern kann sogar helfen Rückenschmerz vorzubeugen oder abzumildern: “Man stößt sich mit den Beinen vom Stemmbrett ab, und über Rumpf und Rücken überträgt sich die Kraft auf das Gerät”, sagt Fitness- und Rudertrainerin Susan Arndt aus Warder in Schleswig-Holstein.

Wer an einer Herz-Kreislauf-Krankheit leidet, sollte einmal beim Arzt fragen, ob sich Rudern als Sport eignet. Generell ist es aber ein verträglicher Sport, der sich auch positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt. Bei Arthrose im Knie oder einem eingeschränkten Hüftwinkel muss man allerdings prüfen, ob die Beugung noch angenehm bleibt.

“Der Winkel in der Auslage ist zwar relativ spitz, aber da beim Rudern die extreme Stoßbelastung vom Joggen fehlt, ist es gelenkschonender”, sagt Arndt. Sportmediziner Kau ergänzt: “Wenn man es richtig macht, ist der Ruderergometer nicht nur ein gutes Trainingsgerät, sondern zum Beispiel bei Bandscheibenvorfällen auch ein ideales Therapiegerät.”

Bei allen Vorteilen, die die Trendsportart Trockenrudern bietet – ihr Nachteil im Vergleich zum Radfahren oder Laufen ist die Technik. Die korrekte Bewegungsreihenfolge und die Koordination von Armen und Beinen müssen gelernt werden, sagt Sportwissenschaftler Bös. Um das Training so effektiv wie möglich zu gestalten, empfiehlt er eine professionelle Einweisung. “Nicht zu weit in die Vorlage gehen, den Rücken gerade lassen und nicht zu viel Dampf machen”, sagt Mediziner Kau. Wer zu schnell und zu viel machen will, erreicht meist genau das Gegenteil. Die häufigsten Fehler? “Viele ziehen hastig nach hinten und rasen dann exzessiv nach vorne”, sagt er. “In abgehackten Schlägen hin und her zu rutschen, kann zu Beschwerden führen.”

Mit Kraft, ohne Hektik

Besser ist es, langsam und bedächtig zu rollen, bis ganz vorne in die Auslage und sauber zurück in den Endzug – mit Kraft und ohne Hektik. Als Ergänzung zum Rudern empfiehlt Kau Zirkeltraining und Radfahren. “Selbst wenn man locker rudert, ist die Herzfrequenz immer noch 10, 20 Schläge höher als auf dem Rad, weil eben alle Muskeln beansprucht werden”, sagt er. Eine ruhigere Runde auf dem Rad zwischendurch lässt sich also gut dazu kombinieren. Anfänger, so Arndts Tipp, sollten mit drei Mal wöchentlich 20 bis 30 Minuten beginnen und sich dann langsam steigern.

Der zweite große Nachteil des Indoor Rowings sind die Kosten des Ergometers. Besonders teuer sind die Rudergeräte mit Wassertank, die damit echten Wasserwiderstand erzeugen. Bei den klassischen Fitnessgeräten wird der Widerstand durch Luft erzeugt.

“Die Ergometer mit dem Luftrad sind leider relativ laut, das Rudern fühlt sich auch ein wenig anders an, aber für den sportlichen Effekt macht es keinen Unterschied”, sagt Trainerin Arndt. Ob Luft- oder Wasserdruck – wer sich ein Gerät ins Wohnzimmer stellen will, muss mehrere Hundert bis zu mehr als tausend Euro investieren.

wbr/Ines Schipperges, dpa

Ruderverein läutet Sonnwend ein

aus Deggendorfer Zeitung vom 19.12.2017

Bildunterschrift: Das Sonnwendfeuer des Rudervereins auf der Wiese vor dem Ruderhaus lockte zahlreiche Besucher ans Donauufer, die sich bei Plätzchen und Punsch am Lagerfeuer wärmten. − Foto: Killinger

Sonnwendfeuer am Donauufer war gut besucht

Deggendorf. Als Symbol für die Wiedergeburt des Lichts entzündete der Ruderverein auf der Wiese vor dem Ruderhaus das mittlerweile dritte Wintersonnwendfeuer in Folge.

Für das richtige Ambiente sorgten auf dem Vereinsgelände zahlreich aufgestellte Feuertonnen, die ebenso zum Wärmen lockten, wie der angebotene Glühwein und Punsch. Die jungen Mitglieder und ihre Mamas hatten außerdem einen Vielfalt an Plätzchentüten befüllt, die an einem Kuchenbuffet im Freien angeboten wurden. Der Erlös aus dem Verkauf des Gebäcks ging auch in diesem Jahr zu 100 Prozent an die Ruderjugend.

Bei nasskalten Temperaturen scharten sich viele Besucher um das wärmende Feuer, das die Kinder entzünden durften. Damit griff das Team des Rudervereins mit Vereinsvorsitzendem Karl Hauser bereits fünf Tage vor der eigentlichen Thomasnacht, der längsten Nacht des Jahres, den heidnischen Brauch auf, die Wiedergeburt des Lichts zu feiern.

Da die Thomasnacht auch den Beginn der zwölf Rauhnächte darstellt, gesellte sich kurz nach Entzünden des Holzstoßes die Passauer Krampusschmiede zu den Gästen. Glocken- und Schellengeläut kündigte die rauen Gesellen an, die sich mit ihren schaurigen Masken versucht sahen, die bösen Geister am Donauufer zu vertreiben.

Da musste sich auch der ein oder andere Gast in Acht nehmen, war die mitgebrachte Gerte doch oftmals schnell gezückt, um Unartige zu entlarven.− pk

Vereinsregatta des DRV von 1876 als Indoor-Meisterschaften

von Mark Bauer-Oprée, stellvertretender Vorsitzender Sport und Jugendarbeit

Tief Herwart verhindert traditionelles Abrudern und Regatta auf der Donau

Nachdem bereits wegen schlechten Wetters das traditionelle Abrudern und die Vereinsregatta im gesteuerten Gig-Vierer als Höhepunkt des Saisonendes des DRV verschoben werden musste, war auch an diesem vergangenen Wochenende der Wettergott nicht milde gestimmt. Tief Herwart verblies diesen sportlichen Wettkampf in die Räumlichkeiten des Fitnessraums des Deggendorfer Rudervereins auf die Ruderergometer.

Vorsitzender Karl Hauser gab einen kurzen Rückblick auf die vergangene Rudersaison und dankte vor allem dem Organisator der erstmaligen Indoor-Ruder-Challenge, Daniel Möllenbeck, für seine hervorragende Organisation und sein ständiges Engagement für den Deggendorfer Rudersport.

Wie auch auf Wasser starteten jeweils Viererteams, die zuvor durch vereinseigene Glücksfeen ausgelost wurden, auf den Ruderergometern gegeneinander auf einer Distanz von 500 m. Die Mischung war hierbei das Interessante: Frau und Mann, Jung und Alt, Breiten- und Leistungssportler. Was teils auf dem Papier so klar aussah, erwies sich hinterher als durchaus überraschend. Eine äußerst kräfteraubende und überaus anstrengende Disziplin, die so den einen oder anderen hochmotivierten Sportler aus dem Rollsitz fallen ließ und somit alle Siegchancen über Bord werfen ließ… Letztlich waren die Ergebnisse denkbar knapp und in einem spannenden Finale konnte sich das favorisierte Team bestehend aus Franziska Artinger, Daniel Möllenbeck, Florian Grasl und Dominik Frammelsberger durchsetzen. Besonders beachtlich ist, dass Florian Grasl erst in der vergangenen Saison mit dem Rudern begann und bereits jetzt den Titel Vereinsmeister führen darf!

Allen Beteiligten gefiel dieses Wettbewerbsformat so gut, dass bereits für das Frühjahr eine vereinsinterne Ergomeisterschaft geplant ist. Hier wird sich dann zeigen, wer im Wintertraining die notwendigen Grundlagen geschaffen hat. Der DRV bietet auch für Nichtruderer vier Mal wöchentlich Ergometerrudern unter Anleitung an. Interessierte sind hierzu herzlich willkommen.

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von links: Vorsitzender Karl Hauser, Florian Grasl, Dominik Frammelsberger, Franziska Artinger, Daniel Möllenbeck