Indoor Rowing Kraft? Ausdauer? Rudern!  

Artikel Spiegel-Online vom 3. Januar 2018 (< link)

 Es stärkt viele Muskeln, fördert die Ausdauer, schont die Gelenke: Rudern hat als Sportart viele Vorteile. Mit einem Ergometer lässt sich sogar drinnen trainieren.

Wer sich mit der Kraft seiner Muskeln übers Wasser bewegen will, tat das bereits in der Antike per Ruder. Irgendwann wurde das zum Sport erklärt, der inzwischen auch ganz ohne Wasserfläche betrieben wird: beim Indoor Rowing.

“Rudern ist ein kraftorientierter Ausdauersport”, sagt Sportwissenschaftler Klaus Bös vom Karlsruher Institut für Technologie. “Diese Kombination gibt es sehr selten.” Gerade ein Ruderergometer sei für Anfänger gut geeignet, weil sich die Kräftigungskomponente individuell dosieren lässt. Im Unterschied zum Beispiel zum Radergometer sei das Rudern “ein hervorragendes Ganzkörpertraining”.

Ulrich Kau aus Oestrich-Winkel ist Sportmediziner und seit elf Jahren Verbandsarzt des Deutschen Ruderverbandes. Seiner Erfahrung nach ist Rudern auf dem Ergometer für jeden Fitnessgrad und für jedes Alter eine geeignete Sportart. “Indoor Rowing bewegt alle Muskeln – aber auch nicht alle Muskeln zu extrem”, erklärt er. “Es gibt also, ähnlich wie beim Schwimmen, keine einseitige Belastung.”

Rückenschmerz vorbeugen

Rudern kann sogar helfen Rückenschmerz vorzubeugen oder abzumildern: “Man stößt sich mit den Beinen vom Stemmbrett ab, und über Rumpf und Rücken überträgt sich die Kraft auf das Gerät”, sagt Fitness- und Rudertrainerin Susan Arndt aus Warder in Schleswig-Holstein.

Wer an einer Herz-Kreislauf-Krankheit leidet, sollte einmal beim Arzt fragen, ob sich Rudern als Sport eignet. Generell ist es aber ein verträglicher Sport, der sich auch positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt. Bei Arthrose im Knie oder einem eingeschränkten Hüftwinkel muss man allerdings prüfen, ob die Beugung noch angenehm bleibt.

“Der Winkel in der Auslage ist zwar relativ spitz, aber da beim Rudern die extreme Stoßbelastung vom Joggen fehlt, ist es gelenkschonender”, sagt Arndt. Sportmediziner Kau ergänzt: “Wenn man es richtig macht, ist der Ruderergometer nicht nur ein gutes Trainingsgerät, sondern zum Beispiel bei Bandscheibenvorfällen auch ein ideales Therapiegerät.”

Bei allen Vorteilen, die die Trendsportart Trockenrudern bietet – ihr Nachteil im Vergleich zum Radfahren oder Laufen ist die Technik. Die korrekte Bewegungsreihenfolge und die Koordination von Armen und Beinen müssen gelernt werden, sagt Sportwissenschaftler Bös. Um das Training so effektiv wie möglich zu gestalten, empfiehlt er eine professionelle Einweisung. “Nicht zu weit in die Vorlage gehen, den Rücken gerade lassen und nicht zu viel Dampf machen”, sagt Mediziner Kau. Wer zu schnell und zu viel machen will, erreicht meist genau das Gegenteil. Die häufigsten Fehler? “Viele ziehen hastig nach hinten und rasen dann exzessiv nach vorne”, sagt er. “In abgehackten Schlägen hin und her zu rutschen, kann zu Beschwerden führen.”

Mit Kraft, ohne Hektik

Besser ist es, langsam und bedächtig zu rollen, bis ganz vorne in die Auslage und sauber zurück in den Endzug – mit Kraft und ohne Hektik. Als Ergänzung zum Rudern empfiehlt Kau Zirkeltraining und Radfahren. “Selbst wenn man locker rudert, ist die Herzfrequenz immer noch 10, 20 Schläge höher als auf dem Rad, weil eben alle Muskeln beansprucht werden”, sagt er. Eine ruhigere Runde auf dem Rad zwischendurch lässt sich also gut dazu kombinieren. Anfänger, so Arndts Tipp, sollten mit drei Mal wöchentlich 20 bis 30 Minuten beginnen und sich dann langsam steigern.

Der zweite große Nachteil des Indoor Rowings sind die Kosten des Ergometers. Besonders teuer sind die Rudergeräte mit Wassertank, die damit echten Wasserwiderstand erzeugen. Bei den klassischen Fitnessgeräten wird der Widerstand durch Luft erzeugt.

“Die Ergometer mit dem Luftrad sind leider relativ laut, das Rudern fühlt sich auch ein wenig anders an, aber für den sportlichen Effekt macht es keinen Unterschied”, sagt Trainerin Arndt. Ob Luft- oder Wasserdruck – wer sich ein Gerät ins Wohnzimmer stellen will, muss mehrere Hundert bis zu mehr als tausend Euro investieren.

wbr/Ines Schipperges, dpa

Ruderverein läutet Sonnwend ein

aus Deggendorfer Zeitung vom 19.12.2017

Bildunterschrift: Das Sonnwendfeuer des Rudervereins auf der Wiese vor dem Ruderhaus lockte zahlreiche Besucher ans Donauufer, die sich bei Plätzchen und Punsch am Lagerfeuer wärmten. − Foto: Killinger

Sonnwendfeuer am Donauufer war gut besucht

Deggendorf. Als Symbol für die Wiedergeburt des Lichts entzündete der Ruderverein auf der Wiese vor dem Ruderhaus das mittlerweile dritte Wintersonnwendfeuer in Folge.

Für das richtige Ambiente sorgten auf dem Vereinsgelände zahlreich aufgestellte Feuertonnen, die ebenso zum Wärmen lockten, wie der angebotene Glühwein und Punsch. Die jungen Mitglieder und ihre Mamas hatten außerdem einen Vielfalt an Plätzchentüten befüllt, die an einem Kuchenbuffet im Freien angeboten wurden. Der Erlös aus dem Verkauf des Gebäcks ging auch in diesem Jahr zu 100 Prozent an die Ruderjugend.

Bei nasskalten Temperaturen scharten sich viele Besucher um das wärmende Feuer, das die Kinder entzünden durften. Damit griff das Team des Rudervereins mit Vereinsvorsitzendem Karl Hauser bereits fünf Tage vor der eigentlichen Thomasnacht, der längsten Nacht des Jahres, den heidnischen Brauch auf, die Wiedergeburt des Lichts zu feiern.

Da die Thomasnacht auch den Beginn der zwölf Rauhnächte darstellt, gesellte sich kurz nach Entzünden des Holzstoßes die Passauer Krampusschmiede zu den Gästen. Glocken- und Schellengeläut kündigte die rauen Gesellen an, die sich mit ihren schaurigen Masken versucht sahen, die bösen Geister am Donauufer zu vertreiben.

Da musste sich auch der ein oder andere Gast in Acht nehmen, war die mitgebrachte Gerte doch oftmals schnell gezückt, um Unartige zu entlarven.− pk

Vereinsregatta des DRV von 1876 als Indoor-Meisterschaften

von Mark Bauer-Oprée, stellvertretender Vorsitzender Sport und Jugendarbeit

Tief Herwart verhindert traditionelles Abrudern und Regatta auf der Donau

Nachdem bereits wegen schlechten Wetters das traditionelle Abrudern und die Vereinsregatta im gesteuerten Gig-Vierer als Höhepunkt des Saisonendes des DRV verschoben werden musste, war auch an diesem vergangenen Wochenende der Wettergott nicht milde gestimmt. Tief Herwart verblies diesen sportlichen Wettkampf in die Räumlichkeiten des Fitnessraums des Deggendorfer Rudervereins auf die Ruderergometer.

Vorsitzender Karl Hauser gab einen kurzen Rückblick auf die vergangene Rudersaison und dankte vor allem dem Organisator der erstmaligen Indoor-Ruder-Challenge, Daniel Möllenbeck, für seine hervorragende Organisation und sein ständiges Engagement für den Deggendorfer Rudersport.

Wie auch auf Wasser starteten jeweils Viererteams, die zuvor durch vereinseigene Glücksfeen ausgelost wurden, auf den Ruderergometern gegeneinander auf einer Distanz von 500 m. Die Mischung war hierbei das Interessante: Frau und Mann, Jung und Alt, Breiten- und Leistungssportler. Was teils auf dem Papier so klar aussah, erwies sich hinterher als durchaus überraschend. Eine äußerst kräfteraubende und überaus anstrengende Disziplin, die so den einen oder anderen hochmotivierten Sportler aus dem Rollsitz fallen ließ und somit alle Siegchancen über Bord werfen ließ… Letztlich waren die Ergebnisse denkbar knapp und in einem spannenden Finale konnte sich das favorisierte Team bestehend aus Franziska Artinger, Daniel Möllenbeck, Florian Grasl und Dominik Frammelsberger durchsetzen. Besonders beachtlich ist, dass Florian Grasl erst in der vergangenen Saison mit dem Rudern begann und bereits jetzt den Titel Vereinsmeister führen darf!

Allen Beteiligten gefiel dieses Wettbewerbsformat so gut, dass bereits für das Frühjahr eine vereinsinterne Ergomeisterschaft geplant ist. Hier wird sich dann zeigen, wer im Wintertraining die notwendigen Grundlagen geschaffen hat. Der DRV bietet auch für Nichtruderer vier Mal wöchentlich Ergometerrudern unter Anleitung an. Interessierte sind hierzu herzlich willkommen.

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von links: Vorsitzender Karl Hauser, Florian Grasl, Dominik Frammelsberger, Franziska Artinger, Daniel Möllenbeck

7 +5+1 macht ? Herbstliche Wanderfahrt beider Deggendorfer Rudervereine bei Traumwetter nach Schärding

von Ulrike Schosser, DRCD

7 +5+1 macht ? …. eine perfekte Wanderfahrt! Marianne Altmann, Wanderwartin beim Deggendorfer Ruderverein, hat es den Rudervereinen in Deggendorf ermöglicht, den Inn gemeinsam zu errudern. Nochmals Danke vom DRCD! Die beiden Gig-Vierer und ein Dreier stellte netterweise der Passauer Ruderverein unentgeldlich den  7 „Cluberen“ und den 5en aus dem Ruderverein zur Verfügung. Zudem lotste uns Roland vom Passauer Ruderverein durch sein beneidenswertes Ruderrevier.

Kein aufwendiges Auf- und Abriggern und Hängergeziehe, welch eine entspannte Anreise! Noch im leichten Nebel starteten wir gegen 10.30 Uhr am Bootssteg in Passau. Aber dann bricht sich die Sonne Bahn und bei fast sommerlichen Temperaturen ruderten wir die 12 km auf dem spiegelglatten Inn nach Schärding. Kaum Schiffverkehr, keine Buhnen und Bojen, nirgends Motorboote! Nur ein paar Steine am Uferrand und in der Flussmitte brauchten unsere Aufmerksamkeit. So genossen wir die wunderbare Landschaft entlang des Inns mit seinen vielen Burgen und Kirchen, umrahmt von bunten Wäldern. Wir legten zur Mittagszeit zentral in Schärding an der Uferpromenade an. Von sonntäglicher Ruhe nichts zu spüren, stattdessen großer Trödelmarkt am Stadtmarkt mit tausenden von Besuchern! Durch österreichische Kaffee- und Kuchengenüsse gestärkt, bestiegen wir am frühen Nachmittag die Boote und ruderten hoch bis zur Staumauer, um hier nach einfach 15 km mit der Strömung wieder nach Passau zu steuern.

Eine rundum gelungene Wanderfahrt, die Lust auf mehr gemeinsame Unternehmung macht!

Ruder-Triathlon Veranstaltung von Ruderverein, Laufverein und Ski &Bike Deggendorf

Feuertaufe für Rudertriathlon bestanden

Am Sonntag, den 1.Oktober 2017 fand rund ums Ruderhaus Deggendorf der erste Deggendorfer Radl-Renn-Rudertriathlon statt. In Zusammenarbeit mit dem Hausherrn Ruderverein und dem Laufverein Deggendorf sowie Ski und Bike Deggendorf wurde ein vereinsübergreifender Mehrkampf organisiert. Lasergewehrschießen, Laufen, Rennrad und Doppelzweierruderer waren die Disziplinen. Es wurde in 8 Staffeln gestartet, wobei jeder Verein seine Spezialisten in den Disziplinen stellte. Die Teams wurden ausgelost. Gestartet wurde mit den Läufern am Ruderhaus, die vor dem Start 5 Treffer mit dem Lasergewehr für sich verbuchen mussten, bevor sie auf die vier km lange Laufstrecke vom Ruderhaus bis zur Mettener Wasserwacht gingen. Dies war dann auch der erste Übergabepunkt. Hier starteten die Rennradler auf die ca: 11 km Strecke Richtung Hühnerfarm bei Mariaposching und zurück. Wieder zurück in Metten schickte der Rennradler die Ruderer auf die Strecke, welche schon im Altwasser auf ihren Start warteten. Die Ruderer lieferten sich dann den Endspurt nach Deggendorf zur Ziellinie am Ruderhaus, wo der ein oder andere Zieleinlauf mit Fotofinish festgehalten wurde. Die Siegerehrung fand im Anschluss im Ruderhaus statt.Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen der Gaudi, der sportlichen Herausforderung und des Miteinanders der 3 Deggendorfer Vereine. War es in diesem Jahr noch so eine Art Generalprobe, so liefen im Hintergrund schon Gespräche über eine eventuelle Wiederauflage im nächsten Jahr. Den ersten Deggendorfer Rudertriathlon gewannen in einer Gesamtzeit von 53.23.67 die Staffel um Tanja Rieger (Läufer LV Deg), Marco Göttl (Rad, Ski und Bike), Franziska Artinger, Lukas Kern (Doppelzweier Ruderverein Deggendorf).


von links: Karl Hauser (DRV), Marco Göttl (Ski und Bike), Tanja Rieger (Laufverein Deggendorf), Lukas Kern (DRV), Franziska Artinger (DRV), Mark Bauer-Oprée (DRV), Inge Pisinger (Laufverein Deggendorf), Werner Huber (Ski und Bike)

Zeitungsartikel: Natur vom Wasser aus erleben

Sommerserie „Raus in die Natur“ – Heute: Karl Hauser entdeckt mit dem Ruderboot immer neue Landschaften

Agnes Striegan 

Deggendorf. Mit gleichmäßigen Bewegungen zieht Karl Hauser seine Skulls über die Donau, gleitet recht flott dahin auf dem schmalen, knallblauen Boot, über ihm der leicht bewölkte Himmel. Es ist warm, und an der Uferpromenade spazieren einige Menschen entlang, andere sitzen im Lokal über dem Bootsschuppen des Rudervereins – aber Hauser ist auf der breiten Donau ganz allein. Da ist es nicht schwer zu verstehen, warum er vom Rudern so begeistert ist: „Rudern ist super, ein toller Ausdauersport, den man in jedem Alter betreiben und bei dem man wunderschöne Landschaften entdecken kann.“

Hauser selbst rudert seit seinem 14. Lebensjahr – also seit 45 Jahren. Als Kind wohnte er mit seinen Eltern in der Nähe der Donau, dort, wo heute die Gebäude der Fachhochschule stehen. Von ihrer Wohnung aus konnte er die Ruderer beobachten, da wusste er bald, dass er das auch machen möchte. „Vor allem, nachdem ich bei einem Fußballspiel einen Elfmeter vergeigt hatte“, scherzt er. Heute ist Hauser erster Vorsitzender des Deggendorfer Rudervereins von 1987, der etwa 200 Mitglieder zählt, davon knapp 80 Aktive. Die Ruderer können sich hier jederzeit eines der 40 Boote ausleihen, außerdem bietet der Verein Kurse und Trainingslager an, nimmt an Regatten teil und organisiert längere Wanderfahrten.

Das kalte Nass, in dem man als Ruderer zwangsläufig immer wieder landet, konnte Hausers Leidenschaft keinen Abbruch tun: „Natürlich fällt man immer wieder ins Wasser, gerade als Anfänger und auf der Donau“, sagt er. Schlimm sei das nicht – außer vielleicht für den Dieb, der einmal ihr wertvollstes Boot stehlen wollte, stattdessen aber im Wasser landete und herausgefischt wurde.

Brenzliger sei es gewesen, als mehrere Ruderer einmal beinahe mit einem Dampfer zusammengestoßen wären: „Beim Rudern sitzt man ja mit dem Rücken in Fahrtrichtung, das heißt, dass man, auch wenn man sich natürlich regelmäßig umschaut, nicht immer alles im Blick hat – vor allem, wenn man dann für einen Trainingskilometer richtig Gas gibt“, erzählt Hauser. Passiert sei zum Glück nichts, die Ruderer hätten rechtzeitig zur Seite springen können. „Die Donau ist eine viel befahrene Wasserstraße, ganz ungefährlich ist das nicht“, gibt Hauser zu. Schwere Unfälle hätte es aber noch nicht gegeben.

Was also macht unfreiwillige kalte Duschen, drohende Kollisionen mit Schiffen oder auch gelegentliche Zusammenstöße mit Bojen wieder wett? Zum einen sei das die sportliche Betätigung beim Rudern, bei der etwa 95 Prozent der Muskulatur in Anspruch genommen werden – es würde eigentlich alles trainiert außer dem Bizeps, grinst Hauser. Außerdem könne man sowohl im Team als auch alleine rudern, als Kind oder auch noch mit 80 Jahren. Besonders toll aber sei das Naturerlebnis. „Das Schönste ist, dass die Landschaft jeden Tag anders aussieht. Das Wetter ändert sich, der Zustand des Wassers, die Wellen, die Strömung – das ist unglaublich spannend“, schwärmt er.

Ein spannendes Naturerlebnis dürfte es auch gewesen sein, als Hauser einmal von einem Schwan angegriffen wurde: „Ich muss seiner Brutstelle zu nahe gekommen sein“, erzählt er. „Da flog er mir vor das Boot, schlug wild mit den Flügeln und fauchte mich wütend an.“ Meistens jedoch sehe man vor allem Fische, die plötzlich neben den Booten aus dem Wasser springen.

Ab November oder Dezember allerdings ist Schluss mit dem Rudern draußen in der Natur: „Das Wasser ist dann zu kalt, wenn man hineinfällt, beträgt die Überlebensdauer nur zwei bis drei Minuten. So schnell kann sich selbst der geübteste Schwimmer nicht ans Ufer retten“, erklärt Hauser. Trainiert wird nur noch drinnen, am Ruderergometer etwa oder beim Zirkeltraining.
Noch aber ist es ja warm draußen, und so dreht Karl Hauser noch rasch einige Runden auf der Donau.

Karl Hauser

Quelle

Ausgabe Deggendorfer Zeitung – Nr. 197
Datum Montag, den 28. August 2017
Seite 23

Foto: Roland Binder

Wanderfahrt am 30. Juli 2017, Regensburg – Pielenhofen – Regensburg, 27 km

Nachdem der erste Termin wegen Schlechtwetter verschoben werden musste, konnten am darauffolgenden Sonntag 10 Teilnehmer (8 vom Ruderverein, 2 Gäste vom Ruderclub) bei hochsommerlichen Temperaturen zur geplanten Wanderfahrt starten. Dazu wurden uns vom Regensburger Ruderverein 2 Doppelvierer mit Steuermann zur Verfügung gestellt, wofür wir uns herzlichst bedanken.

Zuerst ging es 2,5 km stromaufwärts auf der durch leichtes Hochwasser und viel Motorbootverkehr lebhaften Donau. Umso entspannender war es, als wir bei Mariaort in das idyllische Naabtal abbiegen konnten. Vorbei an der barocken Wallfahrtskirche, die mit einer Holzbrücke mit dem anderen Ufer verbunden ist, folgten wir dem mäanderndem Flusslauf. Bei nur minimaler Gegenströmung und guten Wasserstand konnten wir mit allen Sinnen eine der letzten intakten Flusstäler Deutschlands genießen.

Nach etwa 10 Kilometern erreichten wir am Wehr in Pielenhofen den Wendepunkt und nach weiteren 2 Kilometern stromabwärts das Einkehrziel, den Biergarten des  Campinglatzes Pielenhofen. Die dazugehörige Gastwirtschaft wartet mit  allerlei „gutbürgerlichen“ Schmankerl auf. So konnten wir am frühen Nachmittag wohl genährt die Rückfahrt antreten, wobei das nun von Schwimmern und Booten gut frequentierte Gewässer die volle Aufmerksamkeit der Steuerfrauen- und männer erforderte. Dabei zeigte sich ein Vorteil der neuen Trendsportart „Standup-Paddling“: die schwimmenden Objekte sind schon von weitem gut sichtbar!

Noch einmal durften wir das Naturparadies Naab-Auen – nun aus dem entgegengesetzten Blickwinkel – genießen, bevor unsere Wanderfahrt viel zu schnell zu Ende ging. Herzlichen Dank an Marianne für die perfekte Organisation, den Ruderverein Deggendorf für die Übernahme des „Rollgeldes“ und das ganze Ruderteam für die angenehme Atmosphäre.

 

Rudolf Dick

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DRV erfolgreich bei 46. Bayrischen Rudermeisterschaften in Schweinfurt

Wie auch schon bei vergangenen Bayrischen Meisterschaften gelang es den Sportlern des Deggendorfer Rudervereins sehr gute Leistungen abzurufen.

Den Anfang machten Amelie Ziegler vom Kooperationsverein aus Passau und Franziska Artinger im Juniorinnen Doppelzweier 15/16 Jahre. Sie konnten sich erfolgreich für das am Nachmittag angesetzte Finale qualifizieren. Fast zeitgleich konnte sich Lukas Kern im Leichtgewichts Einer in der nächst höheren Altersstufe, den  17/18 Jährigen, ebenfalls für die Finale qualifizieren. Die beiden Boote kamen in den jeweils starken Teilnehmerfeldern leider nicht über einen guten 5. Platz heraus.

Währenddessen startete der „Vorstands-Vierer“ mit 1. Vorstand Karl Hauser, Sportvorstand Mark Bauer Oprée, Finanzvorstand Otto Steininger und Cheftrainer aus Passau Bernd Rose erstmals gemeinsam auf einer Bayerischen Meisterschaft im Renndoppelvierer. Das neu zusammen gestellte Boot musste gegen exzellente Gegner Lehrgeld bezahlen. Die Crew nimmt diese Niederlage allerdings zum Anlass, für das nächste Titelrennen 2018 sich im Training noch intensiver vorzubereiten.

Zum Tagesabschluss wurde von Franziska Artinger des DRV und drei Passauer Mannschaftskameraden im Mixed Doppelvierer noch ein guter 4. Platz erreicht.

Am Sonntagmorgen starteten Franziska Artinger und Lukas Kern in den Vorläufen zu ihren beiden Rennen des Tages, dem Leichtgewicht Junioren und Juniorinnen Einer 15/16 Jahre. Mit einem guten 3. Platz reichte es für Franziska leider nicht für den Einzug ins Finale. In einem sehr starken und großen Teilnehmerfeld mit 23 Booten war ein Sieg im Vorlauf notwendig, um das Finale am Nachmittag bestreiten zu dürfen, was Lukas mit einer souveränen Leistung gelang.

Verstärkt durch das eigentliche Teammitglied Günter Reithmeier konnte der von Elena Engl gesteuerte Gig-Vierer einen starken Start und eine ebenfalls gute erste Streckenhälfte, bei der sie das Feld anführten, hinter sich legen. Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse sowie einem technischen Fehler, der das Boot wertvolle Sekunden kostete, musste sich die Mannschaft mit einem guten 2. Platz begnügen.

Zum Abschluss bestritt Lukas sein Finale im leichten Einer, konnte sich dort gegen den amtierenden deutschen Meister im Doppelzweier durchsetzen, musste sich jedoch der Zellinger Konkurrenz, welche die gesamte Saison die Nase vorne hatte, um knapp 3 Sekunden beugen und freute sich über einen sehr guten bayrischen Vizemeistertitel. Insgesamt waren Trainer Johannes Stadler und Bernd Rose sehr zufrieden mit den Leistungen seiner Sportler.

Mark Bauer-Oprée

Regatta Bamberg

Trotz unbeständigen Wetters am Pfingstwochenende konnte der Deggendorfer Ruderverein auf der 55. Bamberger Ruderregatta große Erfolge erzielen. Nach einer kurzen Morgeneinheit, um sich an die Strecke zu gewöhnen, machte sich Lukas Kern auf zu seinem ersten Rennen im Leichtgewicht Junioren B Einer, welches er für sich entscheiden konnte. Die weiteren Rennen an diesem Tag mussten wegen heftiger Unwetter leider abgesagt werden. Am Sonntagmorgen jedoch konnte Lukas im Leichtgewicht Einer noch eine Medaille mit nach Hause nehmen. Franziska Artinger und Amelie Ziegler (PRV) konnten trotz Behinderung durch eines der konkurrierenden Boote, in ihrem Juniorinnen B Doppelzweier einen sehr guten zweiten Platz belegen. Den Abschluss machte Lukas in seinem Schwergewichts Einer, bei dem er es ebenfalls auf Rang zwei schaffte.

Erfolgreicher Projekttag des Comenius-Gymnasiums mit dem Deggendorfer Ruderverein

100 Sechstklässler auf den Spuren früherer Rudererfolge des Comenius-Achters

Am letzten Tag vor den Ferien bei herrlichem Ruderwetter fanden sich ca. 100 Schüler der sechsten Klassen des Comenius Gymnasiums Deggendorf mit ihren Sportlehrern unter Leitung von Kurt Frisch zu einem gemeinsamen Projekttag auf dem Gelände am Ruderhaus des Traditionsvereins an der Donau ein. Das Comenius-Gymnasium startet damit eine Kooperation mit Deggendorfer Ruderverein. Ziel der Zusammenarbeit ist an alte gemeinsame Ruderzeiten von Schule und Verein anzuknüpfen, somit das Interesse an einer lifelong und ganz besonderen Wassersportart zu wecken. Zudem wollen beide Beteiligten im Leistungssport wieder wie schon vor vierzig Jahren große Erfolge aufweisen, mit dem möglichen Fernziel den neu umgebauten Comenius-Achter wieder mit Comenius-Ruderern zu besetzen.

Vier sechste Klassen, darunter auch eine größere Gruppe der Sportklasse des Gymnasiums durchliefen am 02.06.2017 einen rudertechnischen Stationenbetrieb auf dem Vereinsgelände und entlang des Trainingsbereichs auf der Donau. Zu den sportlichen Aufgaben gehörten ein Balance-Ausdauer-Parcours mit anschließendem Tauziehen, ein Orientierungslauf auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände, eine Führung durch die Bootshalle, das „Trockenrudern“ auf Ergometern und natürlich erste Ruderversuche auf der Donau bzw. die Begleitung von Trainingsbooten auf dem Motorboot. Leistungssportler, Jugendruderer, Trainer, Mitglieder der Vorstandschaft und Breitensportler bereiteten die einzelnen Stationen für die Jugendlichen abwechslungsreich und interessant vor.

Der Ruderverein wurde zudem von Praktikanten der THD des Studiengangs „Angewandte Trainingswissenschaften“ äußerst professionell unterstützt wie auch beraten. Eine für den DRV äußerst wichtige Kooperation, in der die Studierenden ihr Know-how in dieses Ruderprojekt auch zukünftig einbringen werden!
Die jungen Sportler hatten an diesem Projektvormittag große Freude, zeigten durchwegs großes Engagement und waren von einer Sportart auf dem Wasser fasziniert. Der eine oder andere stellte sich für das erste Mal auf dem Boot bereits sehr geschickt an… Die Begeisterung vieler Schüler war enorm, einige wollten sich bereits noch vor den Ferien zum Ruderkurs anmelden. Ab 28.06.2017 um 18.00 Uhr startet dann das erste Training an und auf der Donau. Wozu natürlich auch interessierte Lehrer und Eltern herzlich eingeladen sind. Mit zehn Terminen noch vor den großen Ferien will der DRV dann die erste Ruderausbildung für die Gymnasiasten abschließen, bevor diese sich entscheiden, ob sie bei dieser Sportart bleiben wollen.

Vielleicht ist ja dann schon so mancher Sechstklässler dabei, der im August mit auf das Trainingslager des DRV von 1876 an den Wallersee nach Österreich fahren möchte. Und ganz in der Ferne am Horizont sehen Lehrer wie auch Vereinsverantwortliche den Comenius-Achter schon wieder erfolgreich in See stechen…

 

Mark Bauer Oprée, stellvertretender Vorsitzender Sport und Jugendarbeit